Mobiltelefonie im Ausland

Wer auch im mit dem Handy im Ausland stets erreichbar sein möchte, für den gibt es einiges zu beachten. Zunächst stellt sich die Frage, ob das eigene Mobiltelefon mit den Frequenzen der Netze des Aufenthaltslandes kompatibel ist, das eigene Netz ist dort schließlich nicht verfügbar. Mit einem Dualband Handy kann man problemlos innerhalb Europas telefonieren, wer jedoch in den USA oder Kanada Mobiltelefonie nutzen möchte, braucht zumindest ein Triband-Handy, welches neben den beiden europäisch noch mit einen der beiden in den Staaten üblichen Frequenzbereichen verbunden werden kann. Um alle vier weltweit meistgenutzten Frequenzen nutzen zu können, benötigt man ein Quadband-Gerät. Mehr Infos zu dem Thema Frequenzen auf der Seite Mobiles Internet Ausland. Weitreichendere Informationen zum mobil telefonieren weltweit: Handy im Ausland.

Preis für Mobiltelefonie in der EU

Man sollte sich vor dem Nutzen des Handys im Ausland über die Roaming-Gebühren des eigenen Anbieters informieren, sofern man nicht auf unerfreuliche Weise von der eigenen Handyrechnung überrascht werden möchte. Innerhalb der europäischen Union gilt mit dem Stand 30. April 2016 eine Höchstgrenze für Roaming-Gebühren. So zahlt der Kunde pro SMS höchstens 7 Cent, eingehende Anrufe kosten 1,2 Cent pro Minute, während abgehende Anrufe mit 6 Cent pro Minuten verrechnet werden. Die Kosten für Datenroaming liegen bei höchstens 6 Cent pro 1 MB Transfervolumen (Preisangaben inklusive Mehrwertsteuer). Dazu kommen noch die Kosten für den Heimtarif, sprich für den in Deutschland gebuchten Tarif.
Nicht vergessen sollte man, dass die Abfrage der Mailbox im Ausland Kosten verursacht. Muss man nicht dringend erreichbar sein, sollte im Ausland die Umleitung unbeantworteter Anrufe auf die Mailbox abgeschaltet werden. Menü: "Rufumleitung alle ausschalten".

Kostenfalle automatische Netzwahl

Hieran sollte man denken, sofern man sich in grenznahen Gebieten des eigenen Heimatlandes befindet. Hier bucht sich das Handy unter Umständen in ein ausländisches Netz ein, wenn dessen Signal stärker empfangen wird. Dieses ist daran erkennbar, wenn auf dem Display des eigenen Mobiltelefons auf einmal ein fremder Netzbetreibername auftaucht. Daher sollte in den Einstellungen die automatische Netzwahl ausgeschaltet werden.

Mailbox ausschalten

Bereits das einfache Abfragen der eigenen Mailbox im Ausland wird wie ein selbst getätigter Anruf berechnet. Befindet man sich außerhalb der EU kommen noch Kosten für eine zusätzliche Rufumleitung hinzu. Damit die Rechnung nicht zur bösen Überraschung wird, sollte Handynutzer grundsätzlich vor der Abreise ins Ausland die Mailbox im Menü des Handys unter „Einstellung“ und „Rumumleitung“ „alle ausschalten“ deaktivieren.

Mobiles Telefonieren auf Kreuzfahrten

Dieser Markt boomt, doch bei der Nutzung des Mobiltelefons ist Vorsicht geboten. Denn trotz Roaming-Verordnung kann hierbei schnell eine Kostenfalle entstehen. Denn auf Schiff stehen oftmals spezielle Schiffsnetzbetreiber zur Verfügung, die den Dienst über Satellit anbieten. Gesprächskosten von bis zu 10 Euro sind dort möglich. Daher unbedingt vor Fahrtbeginn über die Tarife informieren und unterwegs prüfen, in welches Netz sind das Handy eingebucht hat.

Preis für Mobiltelefonie weltweit

Außerhalb der europäischen Union gibt es keine festgelegten Obergrenzen für Roamingkosten und somit für Gesprächskosten für die Mobiltelefonie im Ausland. Daher ist es geschickt, sich schon rechtzeitig vor der Abreise in den Urlaub oder auf Geschäftsreise bei dem eigenen Anbieter Information über die anfallenden Kosten für Telefonie, SMS und Internet und über mögliche Optionen einzuholen. Denn Kosten von deutlich mehr als einem Euro pro angefangene Minute sind keine Seltenheit. Zusätzlich wird man auch beim Einbuchen des Handys in einem fremdländischen Mobilfunknetz automatisch per SMS über die jeweiligen Tarife informiert.